Wie hoch sind die Leistungen?

Die Sozialhilfe sichert das Existenzminimum. Deshalb übernimmt die Sozialhilfe die Kosten für Ernährung, Bekleidung, Obdach und Gesundheit.

Die Sozialhilfe sichert nicht nur das nackte Überleben, sondern ein «soziales Existenzminimum», welches eine minimale soziale Teilhabe erlaubt. Dadurch wird es armutsbetroffenen Menschen ermöglicht, soziale Kontakte zu pflegen und sich so in die Gesellschaft zu integrieren.

Die Unterstützungsleistungen richten sich in allen Kantonen nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). Im Kanton Bern gelten etwas tiefere Ansätze für den Grundbedarf, weil diese in den letzten Jahren nicht der Teuerung angepasst wurden.

Die Sozialhilfeleistungen sind im Vergleich zu anderen Existenzsicherungssystemen bescheiden. Das zeigt sich etwa beim Grundbedarf für eine Einzelperson, welcher bei den Ergänzungsleistungen Fr. 1607.- beträgt und somit deutlich höher liegt als der Betrag von Fr. 977.- in der Sozialhilfe im Kanton Bern.

Ein typisches Sozialhilfebudget setzt sich wie folgt zusammen:
Existenzbedarf für eine Einzelperson (Kanton Bern, alle Beträge in Fr. pro Monat)

Grundbedarf
(Ernährung, Kleidung, Haushalt, Freizeit, Verkehr, Radio, Telefon, TV usw.)
 977.-
Obligatorische Krankenversicherung
(nach Abzug der Prämienverbilligung)
 200.-
 Miete und Miet-Nebenkosten
(je nach Richtlinien der Wohngemeinde)
 1’000.-
 Total 2’177.-

Das Existenzminimum in der Sozialhilfe liegt für eine Einzelperson somit bei ca. Fr. 2200.- pro Monat. Der genaue Betrag wird im Einzelfall festgelegt und richtet sich nach der Höhe der Krankenkassenprämie und der Miete.

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