Arbeit und Sozialhilfe

Wer von der Sozialhilfe unterstützt wird, muss eine Stelle suchen und eine zumutbare Arbeit auch annehmen. Sonst werden die Leistungen gekürzt. Anderseits wird Erwerbstätigkeit finanziell belohnt: Wer arbeitet, erhält einen Einkommensfreibetrag.

Im Kanton Bern ist fast ein Drittel der Erwachsenen in der Sozialhilfe erwerbstätig. Dennoch reicht ihr Lohn oft nicht zum Leben. Das hat vor allem damit zu tun, dass in der Sozialhilfe mehrheitlich Personen ohne berufliche Qualifizierung sind. Diese erzielen meist nur ein geringes Einkommen. Vor allem bei Familien muss die Sozialhilfe deshalb ergänzend zum Erwerbseinkommen Leistungen ausrichten.

Etwa ein Drittel der Unterstützen Erwachsenen ist auf Stellensuche. Weil diese Personen meist beruflich wenig qualifiziert, oft gesundheitlich angeschlagen und von der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert sind, ist es für sie schwierig, eine Arbeit zu finden. Die Sozialdienste unterstützen diese Personen bei der Stellensuche und stellen Qualifizierungs-, Integrations- und Beschäftigungsprogramme sowie Weiterbildungsangebote bereit, um die Zeit bis zu einem Stellenantritt sinnvoll zu überbrücken.

Ein weiteres Drittel der unterstützten Erwachsenen kann wegen Kinderbetreuungspflichten oder aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten. Viele Personen mit gesundheitlichen Problemen haben früher eine IV-Rente erhalten. Seit einigen Jahren hat die IV aber ihre Rentenpraxis verschärft. Die Folge davon ist, dass immer mehr Personen mit gesundheitlichen Problemen und Leistungseinschränkungen heute von der Sozialhilfe unterstützt werden müssen.

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