Faire Sozialhilfe auch in Bern

Der Kanton Bern wollte 2019 die Sozialhilfe kürzen. Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt hätte um 8-30% gesenkt werden sollen. Das Berner Stimmvolk hat diesem Sozialabbau aber in der Abstimmung vom 19. Mai 2019 eine Absage erteilt und die vom Grossen Rat beschlossene Revision des Sozialhilfegesetzes abgelehnt.

Obschon die Kürzungsvorlage im Kanton Bern in der Volksabstimmung gescheitert ist, will die Direktion von Regierungsrat Schnegg nun durch die Hintertüre nun einen noch bedeutend weiter gehenden Leistungsabbau durchsetzen. In einem Verordnungsentwurf ist vorgesehen, dass der Grundbedarf für Vorläufig Aufgenommene mit mehr als sieben Jahren Aufenthalt in der Schweiz deutlich unter das Existenzminimum gesenkt werden soll. Das ist ein Anschlag auf die Menschenwürde der Betroffenen.

Die Sozialhilfe ist ein wichtiger Teil unseres sozialen Sicherungssystems. Sie ist Hilfe zur Selbsthilfe und verhindert wirksam Elend und Ausgrenzung. Und: Die Sozialdienste integrieren viele arbeitslose Personen erfolgreich wieder in den Arbeitsmarkt.

Die Leistungen der Sozialhilfe sind schon heute sehr knapp bemessen. Weitere Kürzungen sind nicht vertretbar. Der politisch neutrale Verein Faire Sozialhilfe lehnt deshalb Kürzungen bei den sozial Schwächsten entschieden ab.

Auf unserer Webseite zeigen wir Ihnen auf, warum Kürzungen falsch sind und was Sie selbst unternehmen können, um Sozialabbau zu verhindern.
Faire Sozialhilfe – auch im Kanton Bern. Dafür braucht es auch Sie.